Reisetraumland

Weiter Richtung Norden (Melbourne – St. Augustine)

Es scheint, wir haben heute ziemlich viel Sonne gesehen, denn wir bringen am Abend einen kleinen Sonnenbrand als Souvenir des Tages mit.

Und das war ein schöner Tag heute. Wir sind ganz entspannt von Melbourne aus über die A1A am Strand entlang nach Norden gefahren. Natürlich haben wir auch einen Teil der Strecke über den Highway 95 zurückgelegt. Das geht einfach ein bisschen schneller und ist besonders bei langweiligen Strecken die besere – wenngleich auch die gefährlichere Wahl. Die Amerikaner und scheinbar besonders die Floridaner können nicht Auto fahren. Die drängeln was das Zeug hält, überholen rechts und quetschen sich auch bei 75 mph noch durch die kleinste Lücke. Sicherheitsabstand zu wahren, bringt einem hier eigentlich nur Frust ein, weil andauernd jemand einschert. Und so verwundert es auch nicht, dass wir diverse Unfälle auf unserem Weg sehen – ein Glück alle ohne ernsthaft Verletzte – aber die Autos sind hin.

Auf der A1A ist es viel ruhiger und wir hätten teilweise alle 100 Meter anhalten können, so gut hat es uns gefallen. Die Strände sind größtenteils völlig einsam – geradezu idyllisch. Warum? Auf den Fotos ist das nicht zu sehen – es ist unfassbar windig und kalt. Und wer möchte schon gerne am Strand liegen, frieren und ein Dauerpeeling bekommen.

   

Kein Wunder also, dass wir nur sehr wenigen Menschen begegnen. Wir freuen uns, denn so haben wir alle Möglichkeiten, in Ruhe schöne Bilder aufzunehmen. Und das Ganze ohne im Nachgang Stunden mit der Retouche in Photoshop zu verbringen, um die Menschen mit den hässlich roten Jacken rauszulöschen.

     

Zur goldenen Stunde sind wir dann in St. Augustine und hier ist es alles andere als menschenleer. Wäre ja auch eher ungewöhnlich. St. Augustine ist die älteste, dauerhaft besiedelte Stadt der USA – gegründet 1565. Wir verbringen gut eine halbe Stunde mit der Parkplatzsuche und finden am Ende einen kostenlosen, legalen Parkplatz mitten im Zentrum. Vermutlich hat sich keiner getraut den zu nehmen – zu gut um wahr zu sein. Wir schleichen auch erstmal eine Runde drumrum und prüfen mehr als ausgiebig, ob es nicht doch ein Verbotsschild, eine Einschränkung, eine Parkuhr, einen Wasserhydranten oder eine gelbe Markierung am Bordstein gibt.

Nachdem wir endlich von der Rechtmäßigkeit unseres Parkplatzes überzeugt sind, laufen wir durch die Altstadt. Hier sind so viele Menschen unterwegs, dass an Fotos nicht zu denken ist.

  

Erst etwas später scheinen die Leute zum Essen in eines der unzähligen Restaurants zu gehen und so können wir noch ein bisschen von der Altstadt aufnehmen.

          

Eigentlich haben wir auch so ein leichtes Hungergefühl – dem Schatz ist nach Fish & Chips so auf die Hand. Und siehe da, wenig später kommen wir an einem Imbis vorbei, wo es genau das gibt. Nach einem Blick auf den Preis gehen wir dann lieber weiter. 10,95$ (plus Steuer) sind echt weit über unserer Schmerzgrenze und so gibt es wenig später nochmal einen Burrito beim nahegelegenen Chipotle.

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