Reisetraumland

Tag 4… von Portsmouth nach Bangor

Heute nehmen wir euch mit auf den Weg in Richtung Acadia National Park. Wir beschließen, den Weg das Ziel sein zu lassen und meiden konsequent die Interstate Autobahn. Stattdessen zuckeln wir von Städtchen zu Städtchen. Wann immer wir Hunger haben oder aufs Klo müssen Wo es uns gefällt, da halten wir an.

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Old Orchard Beach wird damit unser erster Stopp. Hier gibt es eine Zimtschnecke und einen hübschen Strand, an dem wir die Seele baumeln lassen. Gratis zur Zimtschnecke gibt es ein Gespräch mit einem ehemaligen US Soldaten. Der war doch tatsächlich 6 Monate in Deutschland stationiert (von seinem Alter her zu schätzen, muss das in den 40ern gewesen sein) und erzählt dem Schatz davon. Ich warte derweil draußen und wundere mich, wie lange Mann zum Erwerb einer Zimtschnecke mit einem Kaffee so brauchen kann. Als ich reingehe, um nach dem Schatz zu suchen stellt sein neuer Kumpel gerade fest, dass wir dann ja nun die ganzen Ostdeutschen bekämen. Wir informieren ihn, dass der Schatz selbst aus dem Osten des Landes käme, woraufhin festgestellt wird, dass wohl seine Eltern geflohen wären. Nein, er sei ganz einfach nach Mauerfall nach Berlin gezogen. Das ganze sei schon einige Zeit her und überhaupt die Mauer gäbe es seit gut 25 Jahren nicht mehr. Als wir gehen, lassen wir wohl einen reichlich desillusionierten US Bürger zurück.

Weiter geht es gen Norden. Als wir – erneut mit leichtem Hungergefühl – durch das Städtchen Wiscasset kommen, entdecken wir eine übelst lange Schlange an einem Imbiss. Keine Frage, hier muss es etwas ganz besonders gutes geben und ich will sehen, was das ist. Der Schatz parkt das Auto dann ausgerechnet vor einem schnuckeligen Laden, in dem es allerlei aus Papier und Stoff gibt, was bedeutet, dass wir diesen auch noch erkunden müssen. Da führt kein Weg dran vorbei – der Parkplatz ist schließlich ein eindeutiges Zeichen.

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Der Imbiss stellt sich als genau der Imbiss heraus, bei dem es natürlich die besten Lobsterrolls (Hummerbrötchen) in gaaaaanz Maine gibt. Für nur knapp 20 $ pro Brötchen – ist klar. Das ist selbst uns zuviel und wir gehen auf die andere Straßenseite zu dem nächsten Imbiss der Lobsterrolls verkauft und essen dort. Ohne Anstehen. Fazit: Lobsterrolls sind lecker, muss man aber nur einmal probiert haben. Die Menge an Lobster hätte im übrigen locker für 3 Rolls gereicht.

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Den kleinen, schnuckeligen Laden mit den Schreibwaren und den handmade Unikaten könnte ich hingegen einmal wöchentlich leerkaufen. Nur gut, dass der so weit weg von zu Hause ist.

Am späten Nachmittag kommen wir im Hotel an, kaufen danach ein paar Kleinigkeiten im nächsten Supermarkt und gehen nach einem Hotelzimmer-Picknick ins knapp 2m breite Kingsize Bettchen.

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