Reisetraumland

Lange Wege sind das Ziel

Der Wecker klingelt um 5:00 Uhr morgens und es ist stockfinster draußen. Frau Schatz quält sich aus dem Bett und Herr Schatz wenige Minuten später auch. Um 5:50 Uhr geht es los. Wir brauchen insgesamt 50 Minuten bis zum Parkplatz vom Mesa Arch. Von hier aus laufen wir noch ein bisschen und dann sind wir auch schon da. Und wir sind nicht die einzigen. Um uns herum stehen noch diverse andere Fotografen, die mit uns zusammen frieren und dem Sonnenaufgang entgegenbibbern.

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Es sind immerhin nur 13°C. Hier müsste es einen Kaffeeverkäufer geben – das wäre jetzt genau das richtige. Wir verbringen die Zeit mit ein paar Probeaufnahmen und sind dann startklar für den Sonnenaufgang.

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Zum Frühstück sind wir wieder zurück. Heute gehts zum Denny’s und danach nochmal in den Arches Nationalpark zum Wandern. Zum Wandern? Ja, wir gehen freiwillig wandern – zumindest am Anfang sind alle frohen Mutes dabei. Zuerst nehmen wir die Route zum Doube O Arch. Vorneweg möchte ich anmerken, dass wir dort nie ankommen werden – beim Wandern ist ja auch eher der Weg das Ziel, aber ich schweife ab. Wir gehen also los und freuen uns noch über die leichte Brise, die bei 29°C für eine angenehme Abkühlung sorgt. Der Weg bis zum Double O Arch soll 3,4km lang und „moderately streanous“ sein. Die Beschreibung liest sich wie folgt: Beyond Landscape Arch the trail becomes more challenging as it climbs over sandstone slabs; footing is rocky; there are narrow ledges with exposure to heights.
Nach kurzer Zeit kommen wir auch schon beim ersten Highlight, dem Landscape Arch an und machen einige Fotos.

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Im Hintergrund turnen einige Menschen auf Felsen herum und wir wundern uns noch, was das soll. Warum die Leute eigentlich immer wild in der Natur herumtrampeln und auch noch so gefährlich auf Felsen klettern müssen. Wenn da einer runterfällt. Wenige Minuten später erkennen wir unseren Irrtum, denn das ist tatächlich der ausgeschilderte Wanderweg. Der führt einfach so ohne Sicherung und ohne Geländer auf einem Felsrücken weiter nach oben. Also gut, was die Amerikaner so können, schaffen wir auch.

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Der Wind wird inzwischen stärker und kommt in Böen. Wir laufen munter weiter. Herr Schatz findet, wir sind auf dem Dach der Welt oder zumindest von Utah. Die Landschaft ist ganz anders als gedacht und wir laufen munter weiter. Wir klettern auch noch auf den nächsten Felsrücken. Der Wind pfeift inzwischen richtig böig. Rechts und links neben dem Felsrücken (also unserem Weg) geht es meterweit in die Tiefe. Wir vermissen ein Geländer oder ähnliches und beschließen hier, dass uns das Risiko zu groß wird und wir umkehren.

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Die Amerikaner hiken fröhlich weiter. Auf dem Rückweg besuchen wir noch den Navajo Arch und den Partition Arch.

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Am Auto angekommen, sind wir schon recht geschafft nach 3 Stunden hoch und runterklettern, aber auch stolz und froh, überlebt zu haben.

Es geht weiter zum Parkplatz des Delicate Arch, unserer zweiten Wanderung, die sich auch ganz nett liest: Take at least 2 liters of water per person. Open slickrock with some exposure to heights and no shade. The first half mile is a well-defined trail. Upon reaching the slickrock, follow the rock cairns. The trail climbs steadily and levels out towards the top of this rock face. Just before you get to the Delicate Arch, the trail traverses a rock ledge for about 183m.
Wir gehen nicht mehr ganz so munter los. Der Weg ist eben und einfach bis wir an diesem Berg ankommen. OK, auf den müssen wir wohl rauf. Der Schatz fragt noch, wie lange es noch ist und wr denken eigentlich alle, dass wir nur diesen Berg hoch müssen und dann da sind.

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Weit gefehlt. Oben angekommen geht es noch bestimmt 20 Minuten weiter bis wir dann endlich da sind. Der Delicate Ach liegt vor uns und ist noch viel beeindruckender als gedacht.

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Der Rückweg geht etwas leichter, weil bergab, und alle sind heilfroh als wir am Auto ankommen. Beide Wanderungen zusammen waren sehr anstrengend. Wir müssen so um die 12km gelaufen sein, davon vielleicht ein Drittel auf ebenem Weg. Völlig erschöpft, stolz und glücklich machen wir uns auf den Weg zum Supermarkt und dann zum Motel. Es gibt ein Poolpicknick mit anschließendem Erholungsbad im Whirlpool.

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Fazit:
Motel 6 Moab (€ 75,00 pro Nacht): neues oder frisch renoviertes Motel 6, sauber, ordentlich mit großen Zimmern

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