Reisetraumland

Joshua Tree National Park

Die Klimaanlage läuft heute durchgängig und auf Anschlag. Es sind 45°C und Sonne vorhergesagt und genau so kommt es auch. Es ist unfassbar heiß. Schon am Morgen um 7 Uhr, als wir unser Apartment zum Frühstück im nahegelegenen iHop verlassen, ist es angenehm warm – noch nicht heiß, aber halt so, wie man sich einen Sommertag so vorstellt. Mittags. Nicht morgens um 7 Uhr. Aber die Sonne hier kann noch so einiges mehr und zeigt uns das auch im Laufe des Tages.

Wir sehen ziemlich schnell ein, dass es sich jetzt nicht lohnt, in den Joshua Tree National Park zu fahren. Zu hell, zu harte Kontraste und viel zu heiß. Also fahren wir zum nächsten Walmart und statten uns mit dem Nötigsten aus: Oreo Kekse, Chips, Nüsse und Obst, Getränke und eine Kühlbox mit Eiswürfeln. Damit sind wir gut gerüstet für die kommenden Tage auf unserem Roadtrip und können weder verhungern, noch verdursten. Das wichtigste ist also geschafft.

Ach ja, Schuhe. Wir brauchen auch noch feste Wanderschuhe, sonst wird das nichts mit dem Hiken. Man kann ja nicht mit FlipFlops durch die Wüste marschieren. Also auf ins Premium Outlet und Schuhe kaufen. Was soll man auch sonst bei der Hitze machen? Selbst am Pool wäre es jetzt unerträglich und die Shops sind gut klimatisiert, ne. Jetzt denken bestimmt alle, maaaan, die Schmidts gehen dieses Mal ja nur shoppen. Was ist denn da los? Naja, wir fahren morgen für mehr als 2 Wochen in die Einöde, da muss man vorsorgen. In den nächsten 2 Wochen wird das spannendste Einkaufserlebnis die Frischeabteilung im Walmart sein, wenn überhaupt. Ihr versteht?

Den frühen Nachmittag über chillen wir in unserem Apartment bevor es dann zur Goldenen Stunde doch noch in den Joshua Tree National Park geht. Wir fahren von Süden aus in den Park und stellen fest, dass der landschaftlich schöne Teil im Norden des National Parks liegt. Glück muss man haben. Auf dem Weg dorthin begegnen uns trotzdem einige schöne Fotospots, aber wir haben keine Zeit. Sonst verpassen wir noch den Sonnenuntergang im Hidden Valley und so brausen wir durch den National Park. Nur ein oder zwei Mal geht es einfach nicht anders und wir halten ganz kurz für ein Foto.

Wir schaffen es gerade noch zum Sonnenuntergang ins Hidden Valley. Das ist aber auch echt genau am anderen Ende – jwd, wie der Berliner so sagt – janz weit draußen. Wir finden, der Weg hat sich gelohnt und stromern durch das Tal.

Hier ist gleichzeitig ein Camping Platz und in diesem Moment bereue ich ein wenig, dass wir nicht übernachten können. Das muss unvergesslich sein. Einsam. Dunkel. Mit Millionen von Sternen am Himmel. Auf dem Rückweg zum Auto läuft uns ein grauer Fuchs über den Weg. Unbeeindruckt geht er seiner Wege. Der Schatz fährt uns sicher nach Hause, ich döse schonmal ein bisschen.

Liebe Grüße nach Hause!

+++++

Joshua Tree National Park: schön, menschenleer

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.