Reisetraumland

Das Paradies im Paradies

Heute gibt es keine Ruinen und auch keine Cenoten – früh aufstehen müssen wir dennoch. Um 6:30 Uhr geht es nach Cancun los. Wir sind gegen 8:30 Uhr in der Marina Scuba Cancun verabredet und werden von dort aus auf die zum Naturschutzgebiet erklärte Isla Contoy schippern.
Kurz vor Erreichen der Marina entdecken wir auf der anderen Straßenseite ein Starbucks. Im Auto gibt es 3 Süchtige und somit wird angehalten. Frühstück hatten wir eh noch keins. Tatsächlich finden wir die Marina rechtzeitig und werden dort von Rudolf begrüßt, der uns aber spontan eher unsympatisch ist. Das könnte am leicht feuchten, schlappen Händedruck liegen. Alle Formalitäten werden mit ein paar Hindernissen erledigt. Unseretwegen verspätet sich die Abfahrt um 20 Minuten, aber die Mexikaner sagen nichts dazu, sie schauen nicht mal böse. Diese Zeitrechnung hier hat also auch ihre gute Seite.

Wir schippern – besser wir yachten, denn es ist ja eine Yacht, auf der wir uns befinden und kein Schiff – dem ersten Highlight entgegen. Das Schnorchelriff wartet schon auf uns und nach einer guten Stunde kommen wir auch an. Equipment wird ausgeteilt und Schnorchelgruppen werden eingeteilt. Wir schwimmen mit allen anderen nicht Spanisch sprechenden Leuten unserem Guide hinterher, der uns die schönsten Stellen zeigt. Wir finden, es lohnt die Mühe nicht, kann aber aufgrund der starken Ströhmung im offenen Meer durchaus als sportliche Herausforderung gesehen werden. Nach 45 enttäuschenden Minuten mit etwa 4 gesichteten Fischen geht es wieder an Board und nun zur Isla Contoy.
Hier legen wir an einem langen Holzsteg an und werden wieder in zwei Gruppen von Board and den Toilettenhäuschen vorbei zur großen Palapa geleitet. Hier wird es bald Mittagessen geben. Zuvor könnte uns unser Guide aber gerne noch über die Insel führen. Da wir nichts besseres vorhaben, kommen wir gerne mit. Er erzählt uns viel über die hiesigen Pflanzen und ihre Bedeutung für die Maya und die heutige Medizin. Er zeigt uns die Nistplätze der Frigatten und die Verstecke der Einsiedlerkrebse. Wir sollen die armen Dinger auf keinen Fall ins Wasser werfen, weil es Landtiere sind, die nur einmal im Jahr zur Eiablage ihr Muschelhaus verlassen und ins Meer gehen. Wenn sie wieder herauskommen, kann es gut sein, dass ein anderer Kebs sich ihr Haus geschnappt hat und sie ohne dastehen. Wenn übrigens keine passende Muschel erreichbar ist, begnügt sich so ein Einsiedlerkrebs auch mit einem Deckel von einer Bierflasche. So könne man ab uns zu kleine Coronas rumlaufen sehen. Selbst Tage später müssen wir immer noch darüber grinsen, wie nett uns unser Guide (ein eher mittelmäßig großer, dafür umso breiterer Mexikaner) das vorgemacht hat. Außerdem erklärt er uns noch, wie man männliche von weiblichen Leguanen unterscheiden kann. Zm Abschluss der Runde erklimmen wir einen kleinen Hügel, von dem aus man über die ganze Insel schauen kann.

Jetzt gibt es aber Mittagessen und das ist wirklich richtig lecker (bis auf die Lasagne).

Im Anschluss können wir bis 15:30 Uhr den Strand genießen, bis wir dann wieder zurück müssen.

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An Board fließt der Alkohol in Strömen – im Leben habe ich noch keine 1 Liter Sol Flaschen gesehen und hier haben sie die gleich in mehreren Dutzend. Zwei junge Mexikaner sind total blau, ein anderer feiert eine Poserparty mit seinen zwei Damen und wir chillen und freuen uns unseres Lebens. Die Sonne steht schon tief und scheint golden übers Meer, aus den Lautsprechern kommt Partymusik und die Gischt spritzt uns immer wieder ins Gesicht. So fühlt sich Urlaub an.

An Land angekommen, wechseln wir in trockene Kleidung und fahren in die Mall La Isla. Wenn wir schon einmal da sind, können wir ja auch genausogut kurz vorbeischauen. Leider haben die Preise nichts mit den Outlets in den USA zu tun und daher kaufen wir nichts. In der Mall gibt es ein Johnny Rockets und so essen wir Burger statt Tacos zum Abendessen.

Gute Nacht.

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