Reisetraumland

Das erste Licht des Tages im Bryce Canyon National Park

4:30 Uhr biep biep biiieeeep und los geht’s zum Sonnenaufgang in den Bryce Canyon National Park. Wir fahren gegen die Zeit, Markus Schulz begleitet uns mit seinem Sunrise Set. Es ist stockfinster. Wir brauchen etwa eine Stunde und dann sind wir da – am Sunset Point im Bryce Canyon National Park. Der ist für den Sonnenaufgang ebenso gut geeignet wie zum Sonnenuntergang. Das erste Licht des Tages ist am Horizont zu sehen und es ist eiskalt. Gestern noch knapp 30°C und heute morgen nicht mal 10°C – da macht der Schatz was mit. Sonnenäufgange sind im Bryce Canyon National Park wesentlich schöner als Sonnenuntergänge, denn jetzt scheint das Licht großzügig in die Landschaft und färbt die Steinformationen orange.

Nach dem Sonnenaufgang nutzen wir die Goldene Stunde und machen eine kleine Wanderung: den Navajo Loop Trail. Angeblich 1,3 Meilen – die Technik sagt, es waren gute 3km. Der Wanderweg ist total schön und führt von der Kliffkante abwärts zum Grund des Canyons. Wir sind mitten in den Steinskulpturen, die den Bryce Canyon so besonders machen. Es sieht aus, wie die zu Stein gewordene Kleckerburg eines Riesen.

Und wie man das von Kleckerburgen so kennt, fällt auch mal hier und da was ab. Das passiert hier sogar recht oft, weil der „Stein“ irgendwie gleichzeitig eher harter Schlamm ist. Durch Eis, Regen und Wind verändert sich die Landschaft hier ständig. Vor ein paar Tagen ist ein ziemlich großer Brocken auf den Navajo Loop Trail gefallen. Inzwischen gilt die Stelle wieder als sicher und so können wir unsere Wanderung beenden.

Wir hoffen, dass auch der Bryce Aussichtspunkt (meist fotografierter Punkt mit bester Aussicht ins Amphitheater im Bryce Canyon) wieder geöffnet ist, werden aber enttäuscht. Stattdessen fahren wir nochmal zum Inspiration Point und dieses Mal gehen wir bis ganz oben.

Später fahren wir über sanfte Hügel mit grünen Wiesen und Wäldern rüber in den Zion National Park und dann gleich weiter zu unserem Hotel nach St. George. Der Parkplatz des Zion National Parks war voll und wir hatten keine Lust vom Ausweichparkplatz mit den Shuttle zum Shuttle zu fahren. Das ist uns hier noch nirgendwo passiert, kommt uns aber eigentlich ganz recht. So haben wir wenigstens eine gute Ausrede, im Hotel zu chillen.

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Circle D Hotel Escalante: alte Zimmer, quietschendes Bett, nicht besonders sauber (tote Insekten zwischen den Schiebefenstern und in Lampen und Lüftung), hellhörig

Bryce Canyon National Park (kostenlos mit Jahrespass): wunderwunderwunderschön zum Sonnenaufgang und in der Goldenen Stunde

Navajo Trail: am Anfang und am Ende (Ab- und Aufstieg) recht anstrengend, gut ausgebauter, ebener Weg

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