Reisetraumland

Ein langer Weg zum Ziel…

Der Weg ist das Ziel – so sagt man doch. Ich persönlich entscheide heute, dass das Ankommen selbst das wahre Ziel ist und nicht der Weg. Und wer etwas anderes behauptet, war einfach noch nicht oder lange nicht mehr völlig verschwitzt 18 Stunden unterwegs. Und die 18 Stunden sind auch nur ab Abflug in Amsterdam gerechnet. Wobei eigentlich alles gut läuft – naja, bis auf die letzten Meter jetzt vor dem Ziel.
Der Flug nach Abu Dhabi mit Etihad Airways war super angenehm, das Flugzeug ganz neu, das warme Essen lecker und das Entertainmentprogramm ausgezeichnet. Den einzigen Punktabzug gibt es für das kalte Essen, weil das praktisch noch gefroren war. Die Zeit vergeht wie im Flug (haha) und nur bei der Landung brauchen wir einen zweiten Anlauf, weil ein anderes Flugzeug auf der Landebahn rumtrödelt. Der Mann schräg hinter uns wird übrigens Mitreisender des Tages, dafür, dass er gut 45 Minuten lang seine offensichtlich neue, digitale Uhr einstellt. Schöner als diese Piepsgeräusche sind nur noch Klingeltöne von alten, monochromen Handys.
Inzwischen sind wir schon ein bisschen spät dran für unseren Anschlussflug und spurten durch den Flughafen in Abu Dhabi einmal quer durch. Gut, dass die hier alles auf 16°C runtergekühlt haben. Ein bisschen unübersichtlich ist es schon – die bauen hier wie die Verrückten. Überall sind Baufahrzeuge unterwegs – also auch draußen zwischen den Flugzeugen. Die würden sich sicher wundern, warum bei uns der BER noch nicht offen ist – ist doch fast fertig, kann man doch schon benutzen.

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Der Flug nach Mahé ist mit Air Seychelles – was für ein Unterschied. Ein Glück verschläft der Schatz praktisch den ganzen Flug, denn wir haben eine 4er Reihe ganz für uns. Der Flughafen auf Mahé ist direkt am Meer und besteht eigentlich nur aus so einer großen Wellblechhalle. Beim Aussteigen ist es, als wenn man gegen eine Wand läuft – eine Wand aus 31°C mit 98% Luftfeuchtigkeit. Schön ist es hier! Einreise und Gepäck klappen problemlos. Jetzt nur noch Geld holen, Wasser kaufen und den Shuttle zur Fähre finden. Tja. Der einzige Automat, der EC Karten nimmt, ist gerade kaputt gegangen – die Karte von dem vor uns steckt noch drin. Also kein Geld und auch kein Wasser. Der Shuttle kommt irgendwann, bringt uns zum Hafen und eine Stunde später sind wir mit der Fähre unterwegs nach Praslin. Kurz vor der Abfahrt hat es noch gegossen, wie aus Eimern – jetzt ist alles wieder schön.

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Die Überfahrt dauert knapp eine Stunde, dann wechseln wir die Fähre und nach weiteren 15 Minuten sind wir auf La Digue. Kaum haben wir unser Gepäck, spricht Sven ein Mann an, ob er Mr. Koch sei und zeigt auf sein Schild. Ihm gehöre die Unterkunft, wo wir uns eingemietet haben. Ob wir schon ein Taxi gebucht hätten. Wir sind ein bisschen überrascht und misstrauisch. Wir hatten eigentlich geplant, die 800 Meter zu laufen. Ja, das ginge auch und wir können ihm einfach folgen. Gesagt – getan und unterwegs sogar noch einen funktionierenden Bankautomaten gefunden. Die gibt es auf der kleinen Insel hier am Hafen nämlich zuhauf.
Bei unserer Unterkunft angekommen, werden wir mit einem frisch gemachten Saft aus Sternfrucht, Guave und anderen Früchten begrüßt. Unser Apartment ist super schön – mit dem Balkon direkt zum Meer raus.

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Wir gehen noch ein paar Getränke beim Supermarkt holen und um 19:30 gibt es dann auch schon Abendessen. Dass der Mann gelernter Koch ist, merkt man. Es gibt Salat, Reis, unglaublich lecker marinierten, gegrillten Fisch (Jack-fish) und ein Gericht aus Schwein und Gemüse. Und auch wenn wir eigentlich schon voll sind, wir essen fast alles auf. Und dann kommt er noch mit dem Nachtisch – karamelisierte Bananen.
Eigentlich wollten wir jetzt noch ein bisschen auf dem Balkon sitzen und ein Getränk und vor allem das Leben genießen. Ich mach’s kurz; wir sind so müde, dass wir nach 5 Minuten ins Bett fallen und sofort einschlafen – es ist ja auch schon 20:30 Uhr und wir praktisch seit 36 Stunden unterwegs.
😉

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Fazit
Marie France Beach Front Apartments: sehr schönes und ganz neues Apartment, super Dusche und tolles Bett; sehr nette, hilfsbereite Eigentümer, gutes Frühstück mit Früchten, frischem Saft und extra unseren Wünschen entsprechend bereitete Eier.

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