Reisetraumland

Aller Anfang ist schwer…

Ich kann gar nicht so lange schlafen. Um 8:30 stehe ich endlich auf und gehe runter, für Sven einen Kaffee holen. Stephane muss auch gerade angekommen sein. Jedenfalls treffen wir uns vor der Küchentür. Mounir bringt den Kaffee hoch, weiß aber nicht so recht, was er dann damit tun soll. Schließlich ist die Zimmertür ja zu und Sven noch im Bett. Ich erlöse ihn, bringe den Kaffee rein zum Sven und gehe dann mit Stephane aufs Dach, die Aussicht und die Sonne genießen.

Wir schwatzen knapp eine Stunde. Dann wird das Frühstück ebenfalls auf der Dachterrasse serviert. Später verabschiedet sich Stephane und wir vier gehen durch die Medina zum Jemaa el Fna. Die Gassen sind eng und überfüllt wie eh und je. Andauernd knattert ein Mofa an einem vorbei, Menschen drängen und die Ladenbesitzer versuchen uns in ihre Läden ‚einzuladen‘. Das ist so stressig, dass wir erstmal in einem Cafe Pause machen müssen. Kristina und Sergej erkunden den Platz auf eigene Faust und holen uns eine Stunde später wieder ab. Wir haben inzwischen die Aussicht von der obersten Etage sowie eine Cola light, einen Orangensaft, Oliven und marokkanischen Salat mit Brot genossen. Das war ein guter Einstieg.

Soviel Glück haben wir natürlich nicht die ganze Zeit. Ich möchte gerne zur alten Koranschule Medersa Ibn Youssef, aber dazu muss man praktisch durch den ganzen Souk laufen. Promt verlaufen wir uns so sehr, dass wir hinterher nicht mehr wissen, wolang es geht. Da wir Hunger haben, machen wir erstmal Pause, schauen uns um und gehen dann lieber zum Jemaa el Fna zurück. Die Koranschule verschieben wir auf später.

Und jetzt machen wir was total tourimäßiges… Wir kaufen ein Hop on Hop off Ticket für die nächsten 48 Stunden. So können wir uns wenigstens nicht mehr so krass verlaufen und können auch unabhängig voneinander rumlaufen, ohne verloren zu gehen. Wir fahren also eine Runde mit und genießen dabei die goldene Stunde.

Am Jemaa el Fna wieder angekommen, gehen wir zum Sonnenuntergang auf einen Drink (Cola, Kaffee und Tee) in die oberste Etage eines Cafes. Der Ausblick ist herrlich. Abendessen gibt es übrigens bei einer der Buden auf dem Marktplatz. Das Essen ist ganz ok und wir haben ziemlich viel Spaß. Über die hygienischen Zustände sollte man sich lieber gar keine Gedanken machen. Und man darf auch nicht zu genau hinsehen, wer das Essen wie auftut und zubereitet. Wir hoffen mal das Beste für unseren Verdauungstrakt. Für Sven und mich gibt es Gemüse-Tajine und Couscous mit Gemüse. Immerhin essen wir beide hier für etwa € 6,- zu Abend und sind danach pappensatt.

Danach geht es dann auch schon heim – Sven ist hundemüde und erledigt und so verabschieden wir uns für heute.

Gute Nacht!

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Fazit

Riad Douceur Mandarine: wunderschönes, kleines Privathotel in der Medina. Zetral gelegen, super toller Service und einfach nur empfehlenswert!

Hop on Hop off: gut, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Man könnte das auch erlaufen, aber der Bus weiß immerhin, wo genau er hin muss. Stressfrei!

Jemaa El Fna: ein toller Platz. Man könnte den ganzen Tag hier joch oben in einem Cafe sitzen und dem Treiben zusehen, ohne dass es langweilig würde!

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