Reisetraumland

Abschied vom Zion National Park

Es ist Zeit, dem schönen Zion National Park Auf Wiedersehen zu sagen. Da wir es heute nicht eilig haben, fahren wir nochmal den ganzen Weg, den man mit dem eigenen Auto fahren darf. Erst die Serpentinen hoch und dann durch den Tunnel auf die andere Seite. Die Seite, die von den meisten Besuchern völlig vernachlässigt wird und damit herrlich leer ist. Hinter dem Tunnel halten wir auf dem Parkplatz. Wir wollen zum Canyon Overlook Trail. Ja, nochmal wandern. Noch eine dieser einfachen Wanderungen. Nicht mal 1km pro Richtung. Klar, dass die wieder gar nicht so leicht ist und dass sich 800m mal wieder anfühlen wie 2km. Warum fallen wir da eigentlich andauernd drauf rein? Der Weg ist recht abenteuerlich, wir treffen sogar eine Schlange (vermutlich eine gestreifte Peitschennatter), und die Aussicht ist wie erwartet wunderschön.

Nun ist es aber wirklich genug mit dem Gewandere. Wir fahren die Straße aus dem National Park raus und machen unterwegs noch ein paar Fotos. Irgendwie haben wir das Toilettenhäuschen am Ausgang verpasst und so halten wir wenig später an einer der wohl enttäuschendsten Sandwich Bars des Landes an. Die gute Nachricht: es gibt eine Toilette und sie ist sauber. Die schlechte Nachricht: Sandwiches gibt es derzeit keine. Es wäre gerade niemand da, der eins machen könnte. Ach naja, ein Stückchen weiter setzen wir uns am Straßenrand im Schatten eines Baumes auf unsere Decke und picknicken. Solange keine Autos kommen ist das echt idyllisch. Gerade als wir los wollen, kommt eine Herde Bisons vorbei. Willkommen im Wilden Westen.

Auf unserem Weg nach Las Vegas machen wir im Valley of Fire einen Zwischenstopp. Eigentlich wollte ich hier die Fire Wave zum Sonnenuntergang bestaunen (und fotografieren). Wir sind ein bisschen spät dran und verfahren uns dann acuh noch solange, bis die Sonne untergegangen ist. Den Wanderweg zur Fire Wave finden wir am Ende doch noch. Dazu fährt man Richtung Visitor Center und dann Richtung White Dome bis zum Parkplatz #3. Zur Fire Wave dürfen wir jetzt nicht mehr laufen. Dafür zeigt sich die Ebene in wunderschönen Farben und mit einem ziemlich beeindruckenden Mond.

Ich darf den Rest der Strecke fahren. Hurra. Im Dunkeln. Und dann nach Las Vegas rein. Zum Glück bleiben wir bis kurz vor unserem Ziel auf den unterschiedlichen Autobahnen. Nur einmal muss ich recht hektisch die Spur wechseln. Die Leute fahren hier wieder wie die Hotten Totten. Ich dachte immer, Berlin sei zum Autofahren nervig und anstrengend, aber das ist ja nix im Vergleich zu hier. Nur Salt Lake City ist noch schlimmer. Beim Hotel angekommen bin ich heilfroh, dass wir überlebt haben und wünsche mir eine Delfintherapie. Die hätte ich jetzt bitter nötig.

Bevor wir am Samstag in unser Apartment in Seal Beach einziehen, haben wir noch einen weiteren Tag. Wir sind uns nicht sicher, was wir mit dem Tag anfangen wollen. Nur hierbleiben scheidet definitiv aus.

Liebe Grüße nach Hause!

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Best Western Plus St. Rose Pkwy/ Las Vegas South: gut erreichbares Hotel abseits des Trubels, sauberes Zimmer mit merkwürddigem Geruch, typisch amerikanisches Frühstück

Valley of Fire State Park ($ 10): menschenleerer State Park, schöne Landschaft, sehr heiß tagsüber

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