Reisetraumland

Mein Marrakesch

Heute geht es los. Wir fahren mit Kristina und Sergej nach Marrakesch. Für sie ist es eine Premiere, für uns das dritte Mal und zumindest Helen freut sich schon riesig. Der Flug (direkt ab Berlin mit Easyjet) ist total angenehm, das Flugzeug sehr neu und nicht voll ausgebucht. Wir haben eine Dreierreihe für uns und schlafen ein bisschen.

In Marrakesch angekommen, holen wir schnell unsere Koffer und werden dann von Stephane abgeholt. Und dann geht sie los – die wilde Fahrt mit dem Auto durch Marrkesch und zuletzt auch durch die Medina. Kristina sitzt vorne und fällt von einer Ohnmacht in die nächste. Der Verkehr hier ist aber auch der Wahnsinn! Man hupt anstatt zu blinken und irgendwann fährt ein Mofafahrer telefonierend schräg über alle Spuren auf uns zu. Wir kommen natürlich trotzdem heil an und das Riad Douceur Mandarine ist so schön wie eh und je. Stephane öffnet die Tür und sagt ‚Welcome Home‘, was mich fast zu Tränen rührt. Wir dürfen uns unser Zimmer aussuchen und haben – zumindest für die nächsten drei Tage – das Haus für uns alleine. Sven und ich entscheiden uns für eines der oberen Zimmer, Kristina und Sergej bleiben im Erdgeschoss.

Wir machen uns alle ein bisschen frisch und gehen dann nochmal raus. Die Sonne ist bereits untergegangen und es ist ziemlich dunkel. Wir laufen durch die engen Gassen. Heute geht es erstmal micht zum Hauptplatz, dem Jemaa el Fna, sondern am Palais de la Bahia vorbei zum Place des Ferblantiers. Hier gibt es in der Kosybar einen Cocktail und danach im La Tanija unser Abendessen. Sven nimmt Fischkebab und ich eine Tajine aus Lamm mit Quitten und Mandeln. Ich glaube, ich hatte genau diese Tajine auch zum Geburtstag meiner Mutter vor vier Jahren – jedenfalls war sie unglaublich lecker. Als die Bauchtänzerinnen später kommen, möchte ich am liebsten in einem Mäuseloch verschwinden, so tourimäßig peinlich ist das ganze Spektakel. Nach dem Essen ist uns richtig kalt (nachts sind hier auch nur so um die 9 Grad und es gibt ja keine Heizungen) und wir gehen heim ins Riad. Der Nachtwächter Mounir lässt uns ein und so endet unser erster Tag in Marrakesch zufrieden und glücklich. Gute Nacht!

 

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Fazit

Riad Douceur Mandarine: traumhaft schön dekoriertes Riad im Herzen der Medina von

Marrakesch Kosybar: Bar abseits des Jemaa el Fna zwischen dem Palais de la Bahia und dem el Badi Palast mit recht deutschen Preisen (knapp 9,- € für einen Cocktail), aber mit wunderschönem Ausblick auf die Störche

La Tanija: marokkanisches Restaurant mit einer Innendekoration wie aus 1001 Nacht und hervorragendem Essen, leider auch zu recht hervorragenden Preisen (Tajine ab 16,- €)

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